Projektskizze „Plastik“

Fragestellung

Dem Plastik auf der Spur: Der Weg des Plastiks aus unserem Alltag ins Meer:

                Wie kommt das Plastik ins Meer? 

                Wie lange bleibt es im Meer?

                Welche Folgen hat das Plastik für den Lebensraum Meer und für die Menschen?

                Wie und wo kann man Mikroplastik im Meer nachweisen?

                Welche Alternativen gibt es zu Plastik aus Erdöl?

                Was können wir zur Problemlösung durch unseren Lebensstil beitragen?

Zielsetzung

Plastik ist allgegenwärtig. Es ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, begegnet uns aber auch alltäglich in der Natur – am Wegrand, im Wald oder im Urlaub am Strand. Maßgeblich beruht das Material auf der fossilen Quelle Erdöl. Von daher wird sich die jetzt in der Schule befindliche Generation nicht nur mit den Müllbergen an Land und im Meer und dem Mikroplastik-Problem, sondern auch den Herausforderungen nach alternativen Rohstoffquellen, Nutzungsformen und Entsorgungswegen bzw. Kreislaufführung stellen müssen. 

Mit der Erforschung des Wegs des Plastiks werden die Schülerinnen und Schüler dafür sensibilisiert, in welchen Produkten Plastik versteckt ist. Dabei decken Sie den Bedarf nach Alternativen zu erdölbasiertem Plastik auf und erschließen Möglichkeiten zur Verringerung des Plastikverbrauchs (Nachhaltiger Konsum, Suffizienz, Effizienz und Konsistenz). Dabei ist es wünschenswert, möglichst viele Schülerinnen und Schüler der Schule und Menschen über die Schule hinaus, für das Thema zu sensibilisieren, weshalb auch ein besonderes Augenmerk auf die Multiplikation mittels verschiedener Formate gelegt wird.

Neben den soft skills, die mit der selbstverantwortlichen Projektarbeit einhergehen (Kommunikation, Übernahme von Verantwortung, Ausdauer, Teamarbeit u.a.), bekommen die Schülerinnen und Schüler Einblick in die Arbeit von Forschungsgruppen und deren Erkenntnisgewinnung sowie in „nachhaltige Berufsfelder“.

Mit dem Projekt wird außerdem die Netzwerkarbeit weiter bereichert und die Schule Richtung Unternehmen und Stadtteil geöffnet.

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten in Recherchen, Interviews und naturwissenschaftliches Arbeiten ein Portfolio zum Thema Plastik. Dabei wird/werden

  • der Frage, wie das Plastik ins Meer gelangt, nachgegangen,
  • am AWI Helgoland Mikroplastik nachgespürt (Beach Screening; FT-IR Imaging: Analyse von Polymeren etc.),
  • den verschiedenen Arten von Plastik und deren Vor- und Nachteilen sowie Einsatzbereichen nachgespürt, 
  • Möglichkeiten des Recyclings ausgelotet,
  • die Frage nach Alternativen und abbaubaren Kunststoffen gestellt,
  • der Bogen zum eigenen Gebrauch von Plastik gespannt,
  • Lösungsstrategien für den eigenen Lebensstil zur Verringerung des Plastiks aufgezeigt.

Projektpartner und Netzwerke

Am Alfred-Wegener-Institut, Helgoland (AWI): 

  • Befragung von Experten aus der Forschungsgruppe Marine Micro-Plastics 
  • Schülerlabor Open Sea: Forschungsfragen Nachweis von Mikroplastik und Folgen für den Lebensraum Meer

Wuppertaler Think and Do tank Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP)

  • Expertenbefragung zum Thema Verpackungsvermeidung und Kreislaufwirtschaft sowie Nachhaltige Lebensstile > wie können wir persönlich durch unsere Lebensstile die Anreicherung von Plastik – nicht nur im Meer – verhindern?

Netzwerke Kurs 21 und Schule der Zukunft

  • Austausch und die Impulsgebung beim Verlauf des Projektes

Station Natur und Umwelt

  • verschiedne Workshops und Unterstützung bei der Durchführung von Aktionen

 

Geplante Aktionen

  • Isolierung von Mikroplastik aus Duschgels und Peelings  an der Station Natur und Umwelt
  • Teilnahme am Citizen Science Projekt Plastikpiraten: Wir fischen nach Plastik in der Wupper
  • Aussetzen von Drifttern sowie eines GPS-Senders in der Wupper als Simulation für den Weg des Plastiks 
  • Exkursion ins Schülerlabor Open Sea Helgoland
  • Expertenbefragung am Wuppertal Institut und Collaborating Center  on Sustainable Consumption and Production (CSCP)
  • Besuch eines Klärwerks und der AWG