Das vom DAAD und BMBF geförderte Projekt »EUROPA MACHT SCHULE« lädt regelmäßig europäische Gaststudierende zu Projekten mit deutschen Schulklassen ein, um den sozialen und kulturellen Austausch zwischen Europäern zu fördern. In diesen Projekten können die Studierenden ihr Heimatland auf kreative Art und Weise vorstellen, z.B. indem sie mit den Schülern gälischen Fußball spielen, britische Wahlwerbespots analysieren oder die Klasse einen spanischen Schulalltag miterleben lassen.

Europa-im-Klassenzimmer

2017

Das Programm „Europa macht Schule“ zur Förderung der Begegnung unter Europäern bringt Europa in viele Klassenzimmer. Ziel des Programms ist es, Europa im direkten Kontakt und Dialog und lebendig werden zu lassen. Das CFG hat dazu in diesem Schuljahr mit Studierenden der Universität Essen zusammengearbeitet, die an unserer Schule ihre Heimatländer (Italien und die Türkei) in einem kleinen Projekt vorgestellt haben.

Hier ein Bericht, der Klasse 6a über ihre Begegnung mit Europa im Klassenzimmer:

Buon giorno! Wir, die Klasse 6a, haben dieses Jahr an dem Projekt „Europa macht Schule“ teilgenommen.                                                                                                                     

Eine Italienerin namens Anna hat uns zwei Mal besucht und mit uns viele tolle verschiedene Dinge gemacht. In der 1. Doppelstunde hat sie eine Präsentation über ihr Land (in diesem Fall Italien) gehalten und uns viele Informationen über typische Feste, Sehenswürdigkeiten und regionale Delikatessen gegeben. Im Anschluss haben wir dann eine Karte über Italien selbst gestaltet. Nachdem wir dies beendet hatten, hat Anna uns traditionelles Brot aus Sardinien mit Nutella vorgestellt, von dem wir jeder ein Stück probieren konnten. Das Brot war für uns ungewöhnlich dünn und hart, aber sehr lecker.                                                                                

In der 2. Doppelstunde haben wir ein italienisches Lied namens Gioca Jouer gesungen. Wir haben dazu pantomimisch getanzt und beim Singen viele italienische Wörter geübt z.B. domire (schlafen), nuotare (schwimmen), baciare (küssen). Hinterher haben wir noch ein kleines Video davon gedreht, das Anna später mit verschiedenen Fotos zu einem schönen Kurzfilm über unser Projekt zusammengeschnitten hat. Danach haben wir in einem kleinen Dialog gelernt, uns auf Italienisch vorzustellen. Im Anschluss haben wir dann zusammen in der Klasse Tiramisu gemacht. Lecker!

Außerdem haben wir auch noch Dilek aus der Türkei in unserer Klasse begrüßen dürfen. Sie hat uns viele interessante Informationen über die Türkei vermittelt. Zum Abschluss durften wir alle einen selbstgemachten türkischen Salat kosten.

Insgesamt war das ein sehr interessantes und abwechslungsreiches Projekt! Ciao!

Artikel von Lina Nolte und Emily Sperling / 6a, Einleitung von Heike Jülicher-Böker

2016

von S. Roberts

Auch dieses Jahr wollten ein paar Klassen des CFG wieder teilnehmen. Und so besuchten die Französin Elise und die Türkin Cigdem für mehrere Stunden die Klassen 6f und 7c  um uns ihre Heimatländer vorzustellen.

In der 7c konnte Elise die Teenager mit französischem HipHop und anderen Musikgenres zum Lachen bringen, deutsch-französische Vorurteile aufarbeiten und mit Gebäck aus ihrer Region überzeugen vielleicht doch mal nach Frankreich zu kommen. Lustigerweise kommt sie genau aus der Stadt, in die seit knapp 60 Jahren regelmäßig Schüler/innen unserer Schule zum Austausch reisen – Lorient. Das Interesse an Frankreich und der Teilnahme an einem möglichen Schüleraustausch in der Jgst. 9 war danach noch viel größer!

In der 6f brachte Cigdem die Kinder sofort mit leckerem türkischen Tee und unglaublich süßem Gebäck auf ihre Seite und erzählte mit Hilfe von Videos von der schönen Landschaft und den Menschen aus Diyarbakir, ihrer Heimatstadt. Und nach ein paar Rätseln und Spielen konnten die 6er auch schnell die türkischen Zahlen von 1 bis 10 und ein paar mehr türkische Worte.

Ein toller Tag mit tollen Begegnungen! Und wie auch letztes Jahr bei der Projektteilnahme waren sich die Schüler/innen einig: Europa macht immer Lust auf Neues!

2015

YUNNAS BESUCH IM Q2 ZUSATZKURS GESCHICHTE

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes « EUROPA MACHT SCHULE », das sich für einen sozialen und kulturellen Austausch zwischen Europäern einsetzt, besuchte die Ukrainerin Yunna, die in Polen auf Lehramt studiert, für drei Stunden unseren Geschichtszusatzkurs in der Q2 um uns ihr Heimatland vorzustellen und dessen aktuelle politische Situation aus ihrer Sicht zu schildern.

Als spielerischen Einstieg brachte Yunna einige Fotos prominenter, ukrainischer Persönlichkeiten mit, denen wir Namen und Berufe zuordnen sollten. Dabei machten wir oft Fehler, zum Beispiel hielten wir einen ehemaligen Präsidenten für einen Sänger. Bei diesem Spiel und der anschließenden Präsentation der Personen lernten wir viel über das Land und die Leute und wir bekamen einen völlig neuen Eindruck von dem Charakter dieses Landes, das aufgrund der aktuellen Situation in deutschen Medien nur noch als Krisengebiet gezeigt wird. Uns wurde klar, dass unsere Länder im Grunde gar nicht so unterschiedlich sind.

Danach zeigte Yunna uns eine sehr emotionale Präsentation über die Geschehnisse auf dem Majdan im November 2013 (auch bekannt als Euromaidan oder Revolution der Würde). Persönliche Bilder, Videos und Geschichten verdeutlichte die aktuelle angespannte Situation in der Ukraine umso mehr. Damit wurde uns noch einmal vor Augen geführt, wie viele Menschen für Europa, ihre Freiheiten und Rechte kämpfen wollten, und wie angespannt sich die aktuelle Situation für die Ukrainer darstellt. Einige Informationen, über die in den deutschen Medien nicht in dieser Form darüber berichtet wurde, waren uns völlig neu. Yunnas persönliche Erfahrungen bestätigten den Eindruck, dass unter den westlich geprägten Ukrainern große Sorge um die zukünftigen Entwicklungen der Krise herrscht. Sie erzählte uns unter anderem, dass auch viele ihrer Freunde und Verwandten Angst vor einer weiteren Eskalation in der Ukraine hätten. Ihrer persönlichen Einschätzung nach wird ihr Land in absehbarer Zeit auch nicht der EU beitreten können, weil die Ukraine schon jetzt die Beitrittsbedingungen nicht würde erfüllen können.

Bei der abschließenden Diskussion in der Klasse teilten einige Schüler Yunnas Bedenken und waren verunsichert, wie sich die Lage weiter entwickeln würde. Da Yunna als uns Ukrainerin aber nur eine Seite des Konfliktes vermitteln konnte, haben wir uns in den Stunden danach auch mit den pro-russischen Kräften sowie der russischen Position auseinandergesetzt, um einen Gesamtüberblick über die Ukrainekrise zu erhalten.

Insgesamt war Yunnas Besuch eine wertvolle Erfahrung für uns, weil wir so die seltene Gelegenheit hatten, Informationen aus erster Hand zu erhalten. Es ist wichtig, dass diese Art von Gesprächen auch weiterhin gefördert wird, weil die Informationen aus den Medien uns niemals so erreichen können, wie es ein persönliches Gespräch tut. Nachdem wir über die Lage in der Ukraine gesprochen hatten, wurde uns klar, wie wichtig uns der Frieden in unserer Umgebung ist und wie viel Europa dazu beiträgt.

(geschrieben von J.L., Zusatzkurs Geschichte Q2 bei Frau Roberts)

 

YUNNAS BESUCH IM GESCHICHTSUNTERRICHT DER 6C

Wir, die Klasse 6c, fanden das Europaprojekt mit Yunna sehr schön. Es machte uns sehr viel Spaß mit ihr, einer echten Ukrainerin, die Ukraine besser kennenzulernen. Wir lernten sehr viele Sachen mit Spaß und Interesse bei ihr. Zuerst brachte sie uns das ukrainische Alphabet bei und wir waren überrascht, dass es so viele Buchstaben in der Ukraine gab. Danach war es sehr lustig, denn wir veranstalteten kleine Wettbewerbe gegeneinander. In diesen Wettbewerben mussten wir z.B. ukrainische Buchstaben den deutschen Buchstaben zuordnen oder wir ordneten das ukrainische Alphabet in die richtige Reihenfolge. Später lernten wir sogar unseren eigenen Namen auf Ukrainisch zu schreiben und wir waren sehr froh, als wir unseren Namen richtig aussprechen konnten, denn das war gar nicht so einfach. Ein anderes Mal zeigte sie uns die verschiedensten Promis aus der Ukraine. Das war sehr spannend und auch hier war es sehr lustig gegen eine andere Gruppe anzutreten und zu versuchen, den Wettbewerb zu gewinnen. Nur dieses Mal mussten wir das passende Foto von einem Promi zu den jeweiligen Namen und Berufen zuordnen. Dabei gab es Promis, die mit Politik, Sport, Musik und vieles mehr zu tun hatten. Bei manchen Namen irrten wir uns, aber dann gab Yunna uns einen Tipp und so wussten wir die Lösung schnell. Danach erfuhren wir mehr von den Promis, weil Yunna uns zu ihnen eine tolle PowerPoint Präsentation vorgetragen hatte. Sie zeigte uns Videos, Photos und vieles mehr.

Wir, die Klasse 6c, sind uns einig, dass das Europa-Projekt sehr spannend und interessant war. Wir würden uns freuen, so etwas zu wiederholen.

(geschrieben von Valénia Hernandez, Marie Michels, 6c bei Frau Roberts)